2017-10-12 13:28:00

Österreich: Wahre „Sterbehilfe" heißt Sterbende begleiten


Menschen in Ruhe sterben lassen und den Tod nicht um jeden Preis hinauszögern: Dazu hat der Mediziner und Buchautor Günther Loewit bei der Tagung zu Bestattungskultur ermutigt, die am Donnerstag im Salzburger Bildungshaus zu Ende gegangen ist. Die Gesellschaft wolle den Tod „um jeden Preis verhindern", so seine Erfahrung als Arzt; nicht zuletzt werde in den letzten sechs Monaten vor dem Tod oft mehr Geld für medizinische Behandlungen ausgegeben als in allen Lebensjahren zuvor. Sterben brauche Zeit und sei das „letzte große Geschäft", betonte Loewit. Die meisten Menschen wollten „im Angesicht des Todes in Ruhe sterben können". Richtig verstandene „Sterbehilfe" sei daher die Aufgabe, Menschen zu begleiten und nach ihren Bedürfnissen zu fragen. Für ein gutes Gelingen des Sterbens müsse außerdem bereits zu Lebzeiten über den Tod gesprochen werden – „und nicht erst danach". 

(kap 17.01.2017 gs)








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