2013-02-23 11:57:43

Kardinal Reinhard Marx


Kardinal Reinhard Marx ist seit 2008 Erzbischof von München und Freising, dem Heimatbistum von Benedikt XVI. Am 20.November 2010 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Kardinal kreiert. Marx nannte seine Ernennung zum Kardinal damals „Ansporn und Herausforderung“ und erinnerte daran, dass die Kirche „lehrende und lernende Kirche, verkündigende und hörende Kirche“ sei. Neben dem Berliner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Wölki, ist der 58-jährige Marx einer der jüngsten im Kardinalskollegium. Für sein bischöfliches Wirken, das im Jahr 1996 begann, wählte Marx ein Wort aus dem 2. Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde von Korinth zum Wahlspruch: „Ubi spiritus Domini ibi libertas – Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit“ (2 Kor 3,17). Nach Einschätzung der Süddeutschen Zeitung gilt der aus Westfalen stammende Marx als „leutselig und kumpelhaft, aber auch als konservativ und machtbewusst“.

Am 21. September 1953 wurde Reinhard Marx in Geseke (Nordrhein-Westfalen) geboren. Dort machte er 1972 sein Abitur und studierte anschließend Theologie und Philosophie in Paderborn und Paris. 1979 weihte ihn der Erzbischof von Paderborn zum Priester. Nach zweijähriger Tätigkeit als Neupriester in der Seelsorge in Bad Arolsen wurde Marx Geistlicher Rektor der St.-Klemens-Kommende in Dortmund (heute das Sozialinstitut der Erzdiözese Paderborn) und 1989 Direktor des Instituts. Von 1981 bis 1989 studierte Marx in Münster und Bochum. Er promovierte mit der Dissertation „Ist Kirche anders? Möglichkeiten und Grenzen einer soziologischen Betrachtungsweise“ zum Doktor der Theologie.


Im Jahr 1996 berief Papst Johannes Paul II. Marx zum Titular-Bischof des Bistums Pićan in Kroatien. Gleichzeitig ernannte er Marx zum Weihbischof in seinem Heimatbistum Paderborn. Am 20. Dezember 2001 machte Johannes Paul II. Marx dann zum Bischof von Trier, wo Marx am 1. April 2002 im Trierer Dom ins Amt eingeführt wurde. Papst Benedikt XVI. ernannte Marx dann im Jahr 2007 zum Erzbischof von München und Freising.


Der Kardinal, der auch Autor verschiedener Bücher ist (am bekanntesten wohl sein 2010 erschienenes Werk „Das Kapital“, indem er vor einem ungebändigten Kapitalismus warnt) ist in mehreren Räten und Gremien aktiv: Marx ist Mitglied der Kongregation für das Katholische Bildungswesen und der Ostkirchenkongregation. Er gehört außerdem dem Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden an. Schon seit 1999 ist Marx Vorsitzender der von der Deutschen Bischofskonferenz und vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken gemeinsam getragenen Kommission „Justitia et Pax“ (Gerechtigkeit und Frieden). In der Deutschen Bischofskonferenz führt er zudem den Vorsitz der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen und ist Mitglied der Kommission Weltkirche. Seit dem 22. März 2012 ist Marx außerdem Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COM.E.C.E.). 2001 wurde der Kardinal in das Paderborner Metropolitankapitel aufgenommen.

(rv 19.02.2013 sta)








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