2005-04-26 11:31:01

Nuntius Filoni: "Benedikt - für die Iraker ein Segen"


Gewalt im Irak - und kein Ende? Am vergangenen Wochenende gab es wieder eine Reihe von Rebellenattacken und Selbstmordanschlägen, mehr als 30 Menschen kamen ums Leben. Schwere Zeiten, natürlich auch für die Angehörigen der christlichen Minderheit. Wir haben den Apostolischen Nuntius vor Ort gefragt, was die Christen im Irak mit dem neuen Papst verbinden. Hören Sie Erzbischof Fernando Filoni:
"Der Name Benedikt war nicht unbekannt - zumindest diejenigen, die ein gewisses Geschichtbewusstsein haben, erinnern sich daran, dass Benedikt XV. im Sitz der Apostolischen Delegation im Irak ein Waisenhaus einrichten ließ, für die Kinder von christlichen Märtyrern, die während des Ersten Weltkriegs von den Türken umgebracht worden waren. Und so sehen die Menschen hier einen Zusammenhang zwischen diesem Benedikt XV. und dem neuen Papst, Benedikt XVI. Der Irak sieht diesen Namen also als einen wahren Segen." .
 
Filoni selbst erlebte das Habemus Papam in seiner Nuntiatur in Bagdad:
 
"Kaum, dass die Nachricht bekannt wurde, fingen hier bei uns im Viertel überall die Glocken der chalädischen Kirchen zu läuten an. Man fühlte sich überhaupt nicht wie in einem islamischen Land. Auf jeden Fall haben so alle sofort erfahren, dass es einen neuen Papst gab und brachten spontan ihre Freude zum Ausdruck."
(rv 26.04.05 hr)

 
 







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